Sa
05
Mai
2012
Maria
"Wenn ich nur zu ihr aufschaue, erfahre ich einen tiefen Frieden…"
Elisabeth von Djon
Di
01
Mai
2012
Hl. Josef
Anderen Heiligen scheint der Herr die Gnade gegeben zu haben, nur in bestimmten Anliegen helfen zu können, diesen glorreichen Heiligen aber habe ich in allen Stücken als Nothelfer kennengelernt.
Teresa von Avila
So
08
Apr
2012
Quellen lebendigen Wassers
Der große Strom des Lebens durchflute Sie und bemächtige sich Ihrer, damit Sie fühlen, wie aus der Tiefe Ihrer Seele Quellen lebendigen Wassers sprudeln, und Gott Ihr Ein und Alles ist.
Elisabeth v.d. Dreifaltigkeit
So
01
Apr
2012
Palmsonntag
Predigtnotizen zum Palmsonntag
Lesungen:
Erste Lesung: Jesaja 50,4-7: Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen, und ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.
Antwortgesang: Ps 22: – Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Zweite Lesung: Phil 2,6-11: – Christus hat sich selbst erniedrigt; darum hat Gott ihn erhöht.
Evangelium: Mk 14, - 5, 47: – Passion.
1. Das Leid ist eine im Leben eines jeden Menschen und in der Welt gegenwärtige Tatsache. Symbol dafür ist das Kreuz. Angesichts dessen fragen wir uns oft: Warum?, und bekommen keine Antwort. Manchmal kommt es uns unverständlich vor, andere Male nehmen wir es mit Resignation oder auch fatalistisch an. Wir bedenken nicht, dass es oftmals nicht Gott ist, der uns die Kreuze schickt, sondern dass sie Frucht menschlicher Bosheit sind und überwunden werden könnten: die Kreuze der Marginalisierung, des Elends, der Ungerechtigkeit, der Vergewaltigung der Menschenrechte. In solchen Fällen müsste man die Ursachen bekämpfen. Es gibt auch das Kreuz in Form von Leid für die, die gegen das Leid ankämpfen. Schließlich gibt es den Schmerz der Unschuldigen, angesichts dessen wir verstummen und uns vor dem Geheimnis verneigen.
2. Die Passion Christi gibt uns eine Verstehenshilfe an die Hand und holt uns aus der Einbahnstraße heraus, in die wir uns hineinbegeben, wenn wir die Kreuze unseres Lebens verstehen und nur aus einer rein menschlichen Sichtweise deuten wollen. Jesus nahm das Leid auf sich, das ihn wegen der sich aus seiner Lehre ergebenden Konsequenzen nach Kalvaria gebracht hat, weil er die Achtung vor der Menschenwürde, der Gerechtigkeit und der Liebe zueinander, und die Solidarität mit denen, die unter Elend und Unterdrückung litten, eingefordert hat. Darüber hinaus hat er durch seine Auferstehung gezeigt, dass Leid und Tod nicht das letzte Wort haben, sondern Leben und Auferstehung. Zugleich macht uns Jesus deutlich, dass wir angesichts der Kreuze im Leben der anderen nicht gleichgültig bleiben dürfen, besonders dann nicht, wenn sie Folge menschlicher Bosheit sind. Dann gehen uns wie ihm Leid und Ungerechtigkeit in ihrer ganzen Schwere auf, aber auch der Ruf, im Rahmen unserer Möglichkeiten mitzuhelfen, dass sie geringer werden und verschwinden. Der Tod Jesu hat für alle Zeiten und zu allen Zeiten erlösende Kraft und lässt uns verstehen, wie der Weg durch Kreuz zum Licht geht.
3. Wir alle haben, jeder auf seine Weise, kleine oder große Kreuze zu tragen. Sie sind Wege, um als Menschen zu wachsen und zu reifen. Wer nicht gelitten hat, kann die, die zu leiden haben, nicht verstehen, noch sich mit ihnen solidarisieren. Anstatt nach dem Warum der Kreuze zu fragen, sollten wir bedenken, was wir tun könnten oder müssten. Deshalb müssen wir auf Christus schauen. Er litt und stand angesichts des Leids Ängste aus, und versteht also unsere Bedrängnis und Angst. Zugleich lässt er uns verstehen, dass die Liebe auf das eigene Leid vergessen und Leiden für die anderen auf sich nehmen lässt, sich mit ihnen solidarisiert, um mitzuhelfen, dass es in der Welt weniger Leid gibt, indem man gewaltlos seine Ursachen bekämpft. Mit seiner Auferstehung hat er uns eine Hoffnung eingegossen, die uns hilft, alle Schwierigkeiten anzugehen und die Kreuze dieses Lebens anzunehmen, wohl wissend, dass der Sieg über das Böse, das Leid und den Tod bereits errungen ist.
Camilo Maccise.
Fr
23
Mär
2012
5. Fastensonntag
Predigtnotizen zum Fünften Fastensonntag
LESUNGEN:
Erste Lesung: Jeremias 31,31-34: Ich möchte einen neuen Bund schließen und der Sünden nicht mehr gedenken.
Antwortgesang: Ps 51: – Schaffe in mir, o Herr, ein reines Herz.
Zweite Lesung: Heb 5,7-9: – Er hat Gehorsam gelernt und ist zum Urheber des Heils geworden.
Evangelium: Joh 12,20-33: – Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bringt es keine Frucht.
1. Gottes Logik ist nicht unsere Logik. Seine Wege sind nicht unsere Wege. Nach der Logik der Menschen ist es zur Selbstverwirklichung nötig, dass man triumphiert, siegt und besiegt, in der Logik
Gottes muss man oft verlieren, um zu gewinnen. Ganz offensichtliche Misserfolge sind nach Gottes Plänen Wege zum Triumph und in die Fülle. Oft werden wir mutlos, wenn wir sehen, dass die
Bemühungen um das Gute und der Einsatz zur Treue um unsere Berufung und zum Widerstand gegenüber den Versuchungen zur Macht, dem Haben und Genießen weder in uns noch in den anderen Frucht
bringen. Doch in der Logik Gottes sind sie tatsächlich der Weg, um Frucht zu bringen.
2. Im heutigen Evangelium gibt uns Jesus eine Verstehenshilfe, um die Dinge aus der Logik Gottes zu betrachten. Im Blick auf seine Passion, offensichtlich die größte Katastrophe, sagt er uns,
dass man sterben muss, wenn man, wie das in die Erde gelegte Samenkorn, Frucht bringen möchte. Damit zeigt er uns inmitten der Schwierigkeiten, Verfolgungen und Phasen der Mutlosigkeit einen Weg
der Hoffnung auf; zugleich lehrt er uns, wie wir die Kreuze der Resignation und Selbstbemitleidung in die Gewissheit umwandeln können, dass wir auf die österliche Freiheit und die Fülle des
Lebens zugehen. Aber Jesus versteht auch unsere Ängste, denn er bekennt, dass er auch Angst hatte. Im Evangelium sagte er: „Jetzt, da ich Angst habe, sage ich zum Vater: Vater, rette mich aus
dieser Stunde? Nein, denn deshalb bin ich in diese Stunde gekommen.“
3. Lernen wir daraus unsere Lektion für unser Leben. Oft sagen wir uns: „Alle unsere Bemühungen haben nichts gebracht, um in unserer Familie Werte einzupflanzen; unsere Kinder halten sich nicht
an die Erziehung, die wir ihnen gegeben haben.“ Wir selbst sind Leid und Unverständnis ausgesetzt anstatt Gutes zu ernten, und zweifeln, „ob sich das, was wir getan haben, gelohnt hat.“ Vergessen
wir nicht, dass Jesus der Lehrmeister ist, der uns mit seiner Unterweisung und mit seinem Beispiel lehrt, in Gottes unbegreifliche Logik einzutreten. Man sagt oft: Durch Kreuz zum Licht. Im Leben
als Christ bedeutet verlieren oft gewinnen.
Camilo Maccise.
Fr
16
Mär
2012
4. Fastensonntag - Laetare
Sonntag, 18. März 2012
Predigtnotizen zum Vierten Fastensonntag
Lesungen:
Erste Lesung: 2 Chron 36,14-16.19-23: Der Zorn des Herrn hat sein Volk verbannt, seine Barmherzigkeit hat es befreit.
Antwortgesang: Ps 137 – Die Erinnerung an dich, Herr, ist meine Freude.
Zweite Lesung: Eph 2,4-10: – Tot durch die Sünde, seid ihr aus Gnade gerettet.
Evangelium: Joh 3,14-21: – Gott sandte seinen Sohn in die Welt, damit die Welt durch ihn gerettet werde.
1. Sonntag für Sontag beten wir das Credo und verkünden damit die Wahrheiten, an die wir glauben. Wir nennen es deshalb Glaubensbekenntnis. Das stimmt, doch diese Vorstellung, dass der Glaube das Glauben von Wahrheiten sei, ist nur ein Teilaspekt, denn der biblische Glaube bedeutet nicht nur das. Er bedeutet, sich voll Vertrauen der Liebe Gottes zu öffnen; seine Barmherzigkeit in allen Lebenssituationen zu entdecken und sich wie auf einen festen Felsen darauf zu stützen. Da wir von Glauben nicht diese vollständige Vorstellung haben, trennen wir oft genug die Religion vom Leben. Wir sagen zwar, ich habe Glauben und glaube, was die Kirche lehrt, doch ziehen wir daraus nicht Tag für Tag die Folgen für unser Leben.
2. Das heutige Evangelium lädt uns ein, unseren Glauben im vollen Sinn des Wortes zu praktizieren. Es stellt uns Christus als Ausdruck der Liebe Gottes vor, der ihn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe. Auf Christus blicken, der aus Liebe zu uns gekreuzigt wurde, muss für uns ein Anreiz sein, um unseren Glauben als volles und umfassendes Vertrauen auf einen Gott zu praktizieren, der Vater und Mutter ist, der unser Heil sucht und einer von uns wird, damit alle Angst aus unserem Herzen entfliehe. Christus kam in die Welt, nicht um zu richten, sondern um zu retten; das sollte uns mit Hoffnung und Zuversicht erfüllen. Das bedeutet dann, im Licht zu leben und dieses Licht an die anderen weiterzugeben. Christus lädt uns durch sein Kreuz ein, dieses Licht, das von seiner Liebe ausgeht, weiterzugeben.
3. In dieser Fastenzeit soll es für uns darum gehen, diese Liebe Jesu anzunehmen und uns in sie zu verwandeln, der sein Leben für uns hingegeben hat. Bemühen wir uns, den Glauben als volles Vertrauen auf die Liebe Gottes zu praktizieren. Wir leben in einer Welt, in der es so aussieht, als würden Bosheit, Gewalt und Tod die Oberhand haben, andererseits machen wir die Erfahrung, dass es auch in uns Böses, Sünden und Treulosigkeit gibt. Der biblische Glaube lädt uns einerseits ein, darauf zu vertrauen, dass Gott das Gute über das Böse in der Welt siegen lasse, und andererseits, dass Gott mit unserem Vertrauen auf ihn sogar noch aus unseren Sünden Gutes machen und uns von ihnen reinigen kann. Bemühen wir uns also, diesen Glauben zu leben, der eigentlich nur ein anderes Wort für Vertrauen auf die unendliche Liebe Gottes ist.
Camilo Maccise
Fr
17
Feb
2012
Fastenzeit
"Wer entschlossen beginnt, hat schon einen guten Teil des Wegs hinter sich."
Teresa von Avila
So
29
Jan
2012
Fensterblick
Mein Körper -
Seelenfenster zur Welt.
Außen und Innen -
sehen und empfinden.
Mein Fensterblick
Haus -
mit Fenstern für das
Außen und Innen -
bergend, schützend
Körper und Seele.
Himmel -
allumfassendes
Außen und Innen -
geheimnisvoll, bergend,
ungeahnte Möglichkeiten
weiten Raum und Zeit.
Erde, Körper und Seele -
Fenster mit Blick
zur Ewigkeit.
©Magdalena Besten 28.1.2012
Do
12
Jan
2012
Liebe
Göttliches Leben ist Liebe,
überströmende, unbedürftige, frei sich verschenkende Liebe:
Liebe, die Krankes heilt und Totes zum Leben erweckt;
Liebe, die hütet und hegt,
ernährt, lehrt und bildet;
Liebe, die mit den Trauernden trauert
und mit den Fröhlichen fröhlich ist;
die jedem Wesen dienstbar wird,
damit es das werde,
wozu es der Vater bestimmt hat,
mit einem Wort:
die Liebe des göttlichen Herzens.
Edith Stein
So
25
Dez
2011
Christus ist geboren als Retter der Welt
Heute sollt ihr es erfahren: Der Herr kommt, um uns zu erlösen.
Heute,
seid achtsam, hört und schaut.
Heute,
zieht eure Festtagskleider an
und macht euch bereit.
Heute,
folgt dem Stern der Liebe.
Heute,
hört, was die Engel auf den Feldern verkünden.
Heute,
eilt wie die Hirten leichtfüßig zur Krippe.
Heute,
fallt nieder vor dem Kind in der Krippe
und betet an.
Heute,
jubelt und jauchzt,
singt und tanzt.
Heute,
ist Christus geboren als Retter
für das Heil aller Menschen auf Erden.
Fr
23
Dez
2011
23. Dezember
O Immanuel, Gott mit uns. Du König und Lehrer, du Sehnsucht der Völker und ihr Heiland. Komm, o Herr, und erlöse uns, Herr, unser Gott.
Mit fester Freude lauf ich durch die Gegend,
mal durch die Stadt, mal meinen Fluss entlang:
Jesus kommt - alles wird gut.
Der Freund der Kinder und der Tiere:
Jesus kommt - alles wird gut.
Ich gehe völlig anders, ich grüße freundlich,
möchte alle Welt berühren -
mach dich fein:
Jesus kommt - alles wird gut.
Schmück dein Gesicht,
schmücke dein Haus und deinen Garten:
Jesus kommt - alles wird gut.
Mein Herz schlägt ungemein, mach Sprünge.
Mein Auge lacht und färbt sich voll von Glück:
Jesus kommt - alles wird gut.
Hanns Dieter Hüsch (1925-2005)
Do
22
Dez
2011
22. Dezember
O König der Völker, den sie alle ersehnen. Du Eckstein, der das Getrennte eint. Komm, o Herr, und befreie den Menschen, den du aus Erde erschaffen hast.
Lass mich dich verstehen, o Gott,
auch wenn ich oft nicht
begreifen kann, warum
etwas geschieht.
Lass mich dich erkennen, o Gott,
auch wenn ich oft nicht
ahne, wie gegenwärtig
du in allem bist.
Lass mich an dich glauben, o Gott,
auch wenn ich oft auf
viele Fragen keine Antwort finde.
Lass mich auf dich hoffen, o Gott,
auch wenn ich oft nicht
weiß, ob ich noch
Hoffnung habe.
Lass mich dich lieben, o Gott,
auch wenn ich oft so
fern mich fühle von dir
und deiner bergenden Nähe.
Lass mich dich suchen, o Gott,
auch wenn ich oft die
Sehnsucht tief in mir
viel zu wenig achte.
Lass mich dich finden, o Gott,
auch wenn ich meine,
längst schon alles zu haben.
Lass mich nicht los, o Gott,
auch wenn ich dich
vergesse und viel zu
selten an dich denke.
(Paul Weismantel)
Mi
21
Dez
2011
21. Dezember
Di
20
Dez
2011
20. Dezember
O Schlüssel Davids und Zepter des Hauses Israel, du öffnest und niemand schließt, du schließest und niemand öffnet. Komm, o Herr, und befreie aus dem Kerker den Gefangenen, der da sitzt in Finsternis und im Schatten des Todes.
Ein Sinnbild für diese O Antiphon ist für mich das Bild vom barmherzigen Vater, der Seine Arme weit öffnet und Seinen verlorengeglaubten Sohn in die Arme schließt.
Diese Liebe ist eine Quelle, die immer fließt; sie ist offen und nicht verschlossen.
Gott öffnet uns durch die Menschwerdung Jesu Christi eine Tür, die niemand schließen kann.
Sein menschgewordenes Wort sprengt alle Fesseln und befreit uns von Finsternis und Todesschatten.
Unsere Todesschatten tragen viele Namen wie: Hass, Einsamkeit, Misstrauen, Neid, Macht, Angst, Arbeitslosigkeit …
Deine Liebe umschließt uns und niemand kann uns von Deiner Liebe trennen.
Lass uns auf Deine Liebe vertrauen, die uns auf dem Weg zur Krippe begleitet.
Schlüssel Davids, der öffnet und schließt,
weis’ uns die Quelle, die immer fließt.
Logos, Wort und Antwort zugleich,
erschließe uns das Gottesreich.
(Hymnus aus dem Stundenbuch)
Mo
19
Dez
2011
19. Dezember
O Wurzel Jesse, gesetzt zum Zeichen für die Völker. Vor dir verstummen die Mächtigen, zu dir rufen die Völker. Komm, o Herr, und erlöse uns, zögere nicht länger.
Mitten im Feuer
Der Ängste
Nie endender Kriege
Der Tränen ohne Hoffnung
Ausgeliefert dem Spott der Vergeblichkeit
Abgerissen
Vertrocknet
Sterbend verlangend nach neuer Geburt
So
18
Dez
2011
18. Dezember
O Herr und Fürst des Hauses Israel, du bist dem Mose erschienen in der Flamme des Dornbuschs und gabst ihm das Gesetz am Sinai. Komm, o Herr, und erlöse uns mit starkem Arm.
Gott gibt sich Mose zu erkennen im brennenden Dornbusch. Es selbst offenbart Seinen Namen: "Ich bin der Ich bin da."
Gottes Gegenwart befreit die Menschen von Ihren Zwängen und Fesseln der Unfreiheiten.
Gott ruft jeden von uns durch Sein Gesetz in die Freiheit.
Das größte Gebot ist die Gottes und Nächstenliebe.
Gott lieben und seinen Nächsten wie sich selbst, ist die Erfüllung des Gesetzes und schenkt uns Leben in Fülle.
Seine Nähe und Seine Gegenwart verheißen uns Leben und Zukunft.
An der Krippe teilt Gott sich durch Seinen Sohn Jesus Christus uns mit;
ist Anspruch und Zuspruch zugleich.
Sa
17
Dez
2011
17. Dezember
Vom 17. bis zum 23. Dezember betet die Kirche in der Vesper und im Zwischengesang der hl. Messe jeden Tag eine O-Antiphon (sie sind seit dem 7. Jahrhundert bekannt). Sie beginnen jeweils mit einer dem Alten Testament entnommenen bildhaften Anrede des erwarteten Messias und schließen mit dem Ruf "Veni - Komm!"
O Weisheit, hervorgegangen aus Gottes Mund, mächtig wirkst du in aller Welt, und freundlich ordnest du alles. Komm, o Herr, und lehre uns den Weg der Einsicht.
Tastend im Dunkel
Fragend, zweifelnd
Richtungslos
Einsam
- und doch sehnsüchtig wartend …
Do
08
Dez
2011
Maria
Maria, du von Gott Gesegnete.
Du lebst mit dem Wort -
du bist offen und "leer" um das Wort zu empfangen.
Dein hörendes Herz sagt JA.
Ein JA, das durchsichtig wird für das Wort.
Dein hörendes Herz macht dich bereit zu empfangen.
Dein hörendes Herz macht dich bereit für den Weg mit Gott.
Dein hörendes Herz macht dich fähig
zu staunen,
zu bewahren,
zu leiden,
auszuhalten unter dem Kreuz.
Dein Blick ist nachdenklich und gleichzeitig gelöst.
Dein JA hat dich in eine tiefe innere Freiheit geführt.
Frei zu sein für Gottes Anruf.
Frei zu sein um zu empfangen und zu gebären.
Deine ganze Körperhaltung drückt eine Offenheit und Bereitschaft aus.
Du bist eine offene Schale, die darauf wartet gefüllt zu werden.
"Ich bin gekommen um Euch das Leben zu schenken, Leben in Fülle" Joh 10,10
Sa
26
Nov
2011
Advent
Du, dessen Rechte alle Reiche einzig leitet,
zeig deinem Volke deine große Macht.
Gewähre ihm das langersehnte Heil.
Du, den des Sehers Mund weissagend kündet,
hoch von des Himmels heller Burg
steige herab auf unsre Erde,
Jesus, Herr.
(Hymnus Stundenbuch)
Mi
23
Nov
2011
Gnade Gottes
Der heilige Rafael Kalinowski bat im Alter von 42 Jahren 1877 um Aufnahme in den Karmel. Nach Empfang der Priesterweihe wurde er schon bald zum geistlichen und organisatorischen Neubegründer unserers Ordens in Polen, zu einem geschätzten Beichtvater und zum Förderer der Karmelitinnen. Gestorben am 15. November 1907 in Wadowice, wurde er 1983 von Johannes Paul II. in Krakau selig und am 17. November 1991 heilig gesprochen.
Selbstdisziplin und unerschütterliches Vertrauen auf Gott leuchten in der Person des hl. Rafael auf. Beides harmonisch vereint ließ ihn Großes wirken. So sagt er uns: Ohne eigenes Bemühen geht es nicht, aber auch nicht ohne die Hilfe Gottes.
Wenn wir Schwierigkeiten beim Beten haben, sollen wir tun, was uns möglich ist und uns nicht zu sehr beunruhigen, denn dieser Zustand ist Ausdruck unserer Begrenztheit und Hilflosigkeit,
wenn die Gnade Gottes aufhört, uns zu unterstützen.
Di
01
Nov
2011
Allerheiligen - Allerseelen
O klares Licht vom ew`gen Licht,
dir wandeln wir entgegen.
Du bist der Weg, die Wahrheit selbst
und wandellos das Leben.
Wir sind wie diese Erdenzeit
vom Tod geprägt, vergänglich.
Doch du, Herr, bist von Ewigkeit,
bleibst wandellos beständig.
Sa
22
Okt
2011
Bruder Lorenz von der Auferstehung
Die heiligste, gewöhnlichste und nötigste Übung im geistlichen Leben ist die Wahrnehmung der Gegenwart Gottes.
Sa
15
Okt
2011
Teresa von Jesus
Wenn wir an Christus denken,
vergegenwärtigen wir uns vor allem seine Liebe.
Liebe aber weckt wieder Liebe.
Prägt der Herr unserem Herzen seine Liebe ein,
dann wird alles leicht.
Sa
01
Okt
2011
Vertrauen und Liebe
Die Heiligkeit liegt nicht in dieser oder jener Übung, sondern sie ist eine Gesinnung des Herzens, die uns demütig macht und klein in den Armen Gottes, unserer Schwachheit bewusst und bis zur Verwegenheit vertrauend auf seine Vatergüte.
Mein Weg ist ganz Vertrauen und Liebe, ich verstehe die Seelen nicht, die vor einem so liebevollen Freund Angst haben. Manchmal, wenn ich gewisse geistliche Abhandlungen lese, in denen die Vollkommenheit durch tausenderlei Erschwerungen hindurch und von einer Menge Illusionen umgeben beschrieben wird, ermüdet mein armer kleiner Geist gar schnell. Ich schließe das gelehrte Buch, das mir Kopfschmerzen macht und das Herz austrocknet, und greife zur Heiligen Schrift. Dann erscheint mir alles voll Licht. Ein einziges Wort erschließt meiner Seele unendliche Horizonte, die Vollkommenheit erscheint mir leicht, ich sehe, dass es genügt, sein Nichts zu erkennen und sich wie ein Kind in die Arme Gottes zu werfen.
Therese von Lisieux
Mo
26
Sep
2011
Erzengel Michael - Wer ist wie Gott?
Sooft es sich um Wunderkraft handelt, hören wir, dass Michael gesandt wird, und wir erkennen aus dem Vorgang und aus dem Namen, dass niemand kann, was die Kraft Gottes vermag.
Gregor der Große
Sa
10
Sep
2011
Getragen von Flügeln der Hoffnung
Nach einer Begegnung der Liebe,
getragen von Flügeln der Hoffnung,
flog ich so hoch, so hoch,
dass ich das Ziel erreichte.
Damit ich das Ziel erreichte
in dieser göttlichen Begegnung,
mußte ich so weit fliegen,
dass ich mir aus dem Blick entschwand.
Und dennoch, im letzten Augenblick,
reichte die Flugkraft nicht aus;
aber die Liebe erhob mich so hoch,
dass ich das Ziel erreichte.
Als ich höher hinaufstieg,
wurde meine Sicht geblendet,
und die größte Eroberung
ereignete sich im Dunklen.
Aber weil es die Begegnung mit der Liebe war,
tat ich einen blinden und dunklen Sprung,
und ich kam so hoch, so hoch,
dass ich das Ziel erreichte.
Je höher ich hinaufstieg
in dieser so erhabenen Begegnung,
desto niedriger und schwächer
und niedergeschlagener war ich.
Ich glaubte: Niemand wird das je erreichen,
und ich sank so tief, so tief,
dass ich aufstieg so hoch, so hoch,
dass ich das Ziel erreichte.
Auf außergewöhnlicher Weise,
durchflog ich tausend Flüge in einem Flug,
weil die Hoffnung vom Himmel
so viel erreichte, wie sie erhofft.
Ich erhoffte nur diese Begegnung,
und im Hoffen habe ich nicht nachgelassen;
darum kam ich so hoch, so hoch,
dass ich das Ziel erreichte.
Johannes vom Kreuz
(Aus den Gedichten)
Mi
24
Aug
2011
Ausschau
Mo
15
Aug
2011
Aufnahme Mariens in den Himmel
Präfation vom Tag
Die Herrlichkeit Marias und die Kirche
In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und das Werk deiner Gnade zu rühmen. Denn heute hast du die jungfräuliche Gottesmutter in den Himmel erhoben, als Erste empfing sie von Christus die Herrlichkeit, die uns allen als verheißen ist, und wurde zum Urbild der Kirche in ihrer ewigen Vollendung. Dem pilgernden Volk ist sie ein untrügliches Zeichen der Hoffnung und eine Quelle des Trostes. Denn ihr Leib, der den Urheber des Lebens geboren hat, sollte die Verwesung nicht schauen.
Von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan.
Lk 1,48 - 49
Di
09
Aug
2011
Göttliches Leben ist Liebe
Göttliches Leben ist Liebe,
überströmende, unbedürftige, frei sich verschenkende Liebe:
Liebe, die Krankes heilt und Totes zum Leben erweckt;
Liebe, die hütet und hegt,
ernährt, lehrt und bildet;
Liebe, die mit den Trauernden trauert
und mit den Fröhlichen fröhlich ist;
die jedem Wesen dienstbar wird,
damit es das werde,
wozu es der Vater bestimmt hat,
mit einem Wort:
die Liebe des göttlichen Herzens.
Edith Stein
Sa
16
Jul
2011
Hochfest U.L.Frau vom Berge Karmel
Fr
01
Jul
2011
Gehalten
Ich weiß mich gehalten
und habe darin Ruhe und Sicherheit -
nicht die selbstgewisse Sicherheit des Mannes,
der in eigener Kraft auf festem Boden steht,
aber die süße und selige Sicherheit eines Kindes, das von einem starken Arm getragen wird,
eine - sachlich betrachtet - nicht weniger vernünftige Sicherheit.
Oder wäre das Kind "vernünftig,
das beständig in der Angst lebte,
die Mutter könne es fallen lassen? ...
Und wenn Gott mir durch den Propheten sagt,
dass Er treuer zu mir stehe als Vater und Mutter,
ja dass Er die Liebe selbst ist,
dann sehe ich ein,
wie "vernünftig" mein Vertrauen auf den Arm ist, der mich hält,
und wie töricht alle Angst vor dem Sturz in Nichts - wenn ich mich nicht selbst aus dem bergenden Arm losreiße.
(Edith Stein - Endliches und Ewiges, II,7)
Do
16
Jun
2011
Sehnsucht
Je mehr ihr euch nach ihm sehnt,
umso schneller werdet ihr ihn finden.
Teresa von Avila
Fr
10
Jun
2011
Pfingstsequenz
Komm zu uns, Heiliger Geist,
in die Nacht der Menschheit
und strahle Licht in unser Dunkel!
Komm, du Vater der Armen,
von dem alles Gute kommt,
du Licht aller Herzen.
Du feinfühliger Tröster,
zärtlicher Gast in unserem Innersten,
in deiner Gegenwart erholen wir uns.
In dir finden wir Ruhe in der Unruhe,
du kühlst die erhitzten Gemüter,
du Trost in allem Leiden.
Du Licht, das glücklich macht, komm
und fülle das Innerste im Herzen derer aus,
die auf dich vertrauen.
Ohne deine Gegenwart
gibt es nur ein Nichts,
und nichts hat Bestand ohne dich.
Reinige, was unrein ist,
in alles Dürre gieße lebendiges Wasser;
heile, was krank ist in uns!
Alle Härte mache weich,
und was kalt ist, mache warm;
führ uns auf den Weg zurück!
Schenke deiner Gaben Fülle
allen die auf dich vertrauen,
die auf dich ihre Hoffnung setzen.
Segne alles, was wir tun,
lass unser Leben gelingen
und in die Freude des Himmels einmünden.
(Übertragung: Klaus Honermann)
Di
31
Mai
2011
Christi Himmelfahrt
Jesus, du Quelle unsres Heils,
der Liebe und der Sehnsucht Ziel,
du Gott und Schöpfer alller Welt Zeit.
Wie groß muß deine Liebe sein!
Du nimmst der Sünde Last auf dich;
du lieferst dich dem Tode aus,
um uns vom Tode zu befrein.
Mich Macht sprengst du der Hölle Tor,
befreist die Deinen aus der Haft.
Als Sieger thronst du jetzt im Licht
zu deines Vaters rechter Hand.
Sei unsre Freude, unser Trost,
sei unsres Lebens reicher Lohn,
und stille unser Sehnen, Herr,
wenn wir dein Antlitz ewig schaun. Amen
Hymnus aus dem Stundenbuch zu Christi Himmelfahrt
Mi
04
Mai
2011
Maria - Modell des Glaubens
Maria ist ein Modell des Glaubens. Wie gefiel dem himmlischen Vater dieser Glaube. Es war ihr Glaube, der Jesus jeden Tag mehr wachsen ließ in ihr. Wenn wir einen solchen Glauben haben, wird Jesus in unseren Herzen wachsen.
Miriam vom gekreuzigten Jesus
Sa
23
Apr
2011
Auferstehung
Di
19
Apr
2011
Kreuzweg
Die Bildergalerie benötigt mindestens Flash Version 9.0.28!
Bitte den aktuellen FlashPlayer installieren.
Jesus, du gehst in deinen Tod - schenkst Leben, Leben durch Sterben.
Jesus, du trägst für uns das Kreuz - Zeichen des Lebens, Leben durch Sterben.
Jesus, du stirbst grausam am Kreuz - schenkst Leben durch Sterben, Leben durch Sterben.
Sa
09
Apr
2011
Der Hirte
Ein kleiner Hirt steht einsam da,
von Schmerz erfüllt,
weitab von aller Freude und vom Glück.
Auf seine Hirtin hat er seinen Sinn gerichtet,
von Liebe ist sein Herz verwundet.
Er weint, nicht weil die Liebe ihn verwundet hat,
nicht weil der Schmerz ihn so sehr quält;
in seinem Herzen ist er tief getroffen,
er weint, weil er vergessen sich fühlt.
In dem Gedanken, er sei vergessen
von seiner schönen Hirtin, nimmt er hin,
in fremden Landen bittren Schmerz zu tragen;
von Liebe ist sein Herz verwundet.
Da spricht der kleine Hirt: "Unglücklich,
wer von meiner Liebe sich abgewendet
und meiner Gegenwart sich nicht mehr freut;
um seiner Liebe willen ist mein Herz verwundet."
Am Ende dann, an einem Baum erhöht,
weit breitet er die Arme aus;
tot hängt er da an jenem Stamm,
das Herz von Liebe tief verwundet.
Aus den Gedichten von Johannes vom Kreuz
Di
29
Mär
2011
Dunkle Nacht
Wie Jesus in seiner Gottverlassenheit sich in die Hände des unsichtbaren und unbegreiflichen Gottes übergab, so wird die Seele sich hineingeben in das mitternächtliche Dunkel des Glaubens, der der einzige Weg zu dem unbegreiflichen Gott ist. So wird ihr die mystische Beschauung zuteil, der "Strahl der Finsternis", die geheimnisvolle Gottesweisheit, die dunkle und allgemeine Erkenntnis: sie allein entspricht dem unfasslichen Gott, der den Verstand blendet und ihm als Finsternis erscheint...
Es ist kein bloßes Annehmen der gehörten Glaubensbotschaft, kein bloßes Sichzuwenden zu Gott, den man nur vom Hörensagen kennt, sondern ein inneres Berührtwerden und ein Erfahren Gottes, das die Kraft hat, von allen geschaffenen Dingen loszulösen und emporzuheben und zugleich in eine Liebe zu versenken, die ihren Gegenstand nicht kennt...
Edith Stein
Sa
05
Mär
2011
Gottes Geschenk
Je mehr wir im Gebet Gott verbunden sind, desto mehr durchdringt es uns und geht von uns Strahlkraft aus auf unsere Umgebung.
Elisabeth von der Dreifaltigkeit
Fr
18
Feb
2011
Vertrauen
Meine erste Morgenstunde gehört dem Herrn.
Das Tagewerk, das er mir aufträgt,
das will ich in Angriff nehmen,
und er wird mir die Kraft geben,
es zu vollbringen.
Edith Stein
Sa
22
Jan
2011
Gottes Nähe
Gott ist uns so nah. Alles, was da ist, hat sein Dasein durch sein Wirken und in seiner Gegenwart...
Wir müssen ihn erspüren und von unseren Ahnen die Innigkeit lernen, in der sie ganz vertraut mit ihm umgingen, mit ihm sprachen und auf ihn hörten.
Das Leben sieht dann ganz anders aus.
Titus Brandsma
Sa
08
Jan
2011
In der Verborgenheit des Herzens beten
Es ist immer möglich, einen einfachen Blick des Glaubens auf den Meister zu richten und so in seiner Gegenwart zu verweilen.
Pater Maria-Eugen Grialou OCD
Fr
31
Dez
2010
In deine Hände lege ich mein Leben
Herr, auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich das vergangene und das zufünftige Jahr.
Lass leuchten über mir dein Antlitz und begleite mich mit deinem Segen.
Di
14
Dez
2010
Johannes vom Kreuz
Das Wort, der Sohn Gottes, ist zusammen mit dem Vater und dem Heiligen Geist wesenhaft im innersten Wesen der Seele verborgen gegenwärtig. Deshalb muss der Mensch, der ihn finden will, seiner Neigung und seinem Willen nach aus allen Dingen herausgehen und in größter Sammlung in sein eigenes Innere eintreten, wobei alle Dinge für ihn sein sollten, als bestünden sie nicht...
Nun denn, du Menschenseele, du schönstes unter allen Geschöpfen, die du dich so sehr danach sehnst, den Ort zu wissen, wo dein Geliebter ist, um ihn zu suchen und dich mit ihm zu einen: Es wird dir jetzt gesagt, dass du selbst die Herberge bist, in der er wohnt, die Kammer und das Versteck, in dem er verbogen lebt. Es bedeutet ein großes Glück und eine große Freude für dich, zu sehen, dass dein ganzes Gut und deine ganze Hoffnung dir so nahe ist, ja dass es in dir ist, oder besser gesagt:
Du kannst ohne ihn nicht sein.
Johannes vom Kreuz
Sa
04
Dez
2010
Maria
"Ich bin die Magd des Herrn", sprachst du.
Es jubelt Gott selbst,
da du nicht nach ihm greifst. Für dieses
In-dich-Gehen,
Verbergen, lieb ich dich. Und Gott nimmt
in dir Bleibe.
Des Herzens Demut lockt den Dreifalt´gen an.
Da hat der Geist der Liebe dich wohl
überschattet.
Der Sohn, dem Vater gleich, nahm nun aus
dir den Leib,
ward Bruder allen, die in Todesschatten sitzen.
So ward für dich er vieler Brüder Erstgeburt.
Therese von Lisieux
Sa
27
Nov
2010
Komm, Herr Jesus!
Mo
01
Nov
2010
Allerheiligen
Himmlische Chöre preisen den Höchsten.
Engel und Menschen danken ihm ewig.
Sterbliche Wesen rief er zum Leben,
gab seine Gnade Sündern und Armen.
Heilige Freunde, Zeichen der Hoffnung.
Tod und Verderben habt ihr bestanden.
Ihr seid vollendet, lebt in der Freude.
Uns ruft von ferne eure Gemeinschaft.
Jenseits des Todes wartet das Leben,
das für uns alle Christus erwirkt hat.
Ihm sei die Ehre, der uns berufen,
ewig im Lichte vor ihm zu stehen. Amen
Fr
15
Okt
2010
Die Seelenburg
"Bauen wir ja keine Türme ohne Fundament, der Herr schaut ja nicht so sehr auf die Größe der Werke, sondern auf die Liebe, mit der sie getan werden."
Teresa von Avila
Wieviel mute ich Gott zu:
- an Liebe und Großzügigkeit:
Er nimmt mich an, nicht weil ich gut bin, sondern weil Er gut ist,
Er verzeiht mir und reicht mir die Hand,
Er wird nicht müde, es bei mir immer wieder von neuem zu probieren,
Er schenkt mir sein Vertrauen, auch wenn ich versagt habe.
- an Interesse:
Er ruft mich,
Er will, dass ich ihm gehöre,
Er beschenkt mich.
- an Verwandlungsmöglichkeiten:
Er kann aus einer Raupe einen Schmetterling machen,
Er kann mein Herz heilen,
Er kann mir einen ganz neuen Anfang ermöglichen.
P. Antonio Sagardoy in "Die Seelenburg" Bilder der Mystik
Fr
01
Okt
2010
Therese von Lisieux
Sa
21
Aug
2010
Arbeit und Gebet
Ich kenne keinen besseren Weg zu Gott als den: Tu das, was dir kein Beruf oder dein Geschäft Tag für Tag aufgibt, tu es aber nicht, um den Menschen zu gefallen, sondern verrichte alles - soweit du dazu fähig bist - nur aus Liebe zu Gott. Es ist ein großer Irrtum zu glauben, die Zeit des Gebetes müsse sich von der übrigen Zeit unterscheiden. Nein! Es ist uns aufgegeben, bei Gott zu sein zur Zeit der Arbeit durch die Arbeit und zur Zeit des Gebets durch das Gebet.
Lorenz von der Auferstehung
Di
10
Aug
2010
Edith Stein
Wer gesammelt in die Tiefe geht, der sieht auch die kleinen Dinge in großen Zusammenhängen.
Je gesammelter ein Mensch im Innersten seiner Seele lebt, um so stärker ist seine Ausstrahlung die von ihm ausgeht und andere in seinen Bann zieht.
Fr
16
Jul
2010
Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel
Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel
Blume auf Karmels Höh'n,
Weinstock an Blüten reich
Zierde des Himmels-,
Mutter und Jungfrau gleich,
du einzig Hehre.
Du gute Mutter,
du nur vom Geist erkannt:
uns Karmeliten
reich deine Hand,
o Stern des Meeres.
Sa
12
Jun
2010
Herz Jesu
Jesu Herz, du Born der Liebe,
Gottesschrein voll Herrlichkeit,
Alpha - Omega der Schöpfung,
Urquell der Barmherzigkeit!
Du, des Vaters Wort der Liebe,
Menschenherz voll Heiligkeit.
Fr
21
Mai
2010
Komm Heiliger Geist
Do
14
Jan
2010
Einwohnung Gottes
Beten ist der Pulsschlag Gottes, der in der schlichten Seele eines Menschen strömt, der im Vertrauen zu Gott lebt. Jener starke, doch ruhige Pulsschlag Gottes, der in der Stille des Herzens gehört wird, sammelt im Überschreiten von Raum und Zeit alle Wahrheitssucher.
Ichiro Okumura - japanischer Karmelit OCD
Fr
25
Dez
2009
Menschwerdung
Vor der Krippe ist man mit allen verbunden.
Die in aller Welt zerstreut sind -
und auch darüber hinaus.
Edith Stein
Mo
07
Dez
2009
Wurzel Isais
Aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht.
Jes 11,1
Sa
28
Nov
2009
Maranatha
"Sucht der Mensch Gott, so sucht Gott den Menschen noch viel mehr. Sehnt sich der Mensch nach Gott, zieht Gott ihn an."
Johannes vom Kreuz
Sa
21
Nov
2009
Bruder Lorenz, Karmelit
Werden wir nicht müde, unser ganzes Vertrauen auf Gott zu setzen, ihm uns ganz zu übergeben.
Wir dürfen sicher sein, er enttäuscht uns nie. Werden wir nicht müde, alle Dinge - auch die kleinen und kleinsten - aus Liebe zu Gott zu tun. Er sieht nicht, wie wir, auf die Größe des Werks, sondern auf die Liebe, mit der wir es tun.
(Du bist mir nahe - Gespäche und Briefe)
Bruder Lorenz von der Auferstehung OCD
(ca.1614-1691), Koch in einem Karmel in Paris, hat in seinen Briefen auf sehr einfache, leicht verstehbare Weise gezeigt, wie die karmelitanische Spiritualität der Gottesfreundschaft ganz praktisch den Alltag prägen und durchtränken kann. Geistliches Leben ist für ihn aus dem Stand heraus möglich - und aus dem Stand heraus nötig. Es ist ein Aufhorchen des Herzens, ein kurzes aber immer wieder neu vollzogenes Unterbrechen der um das eigene Ich kreisenden Aufmerksamkeit, ein Hinlauschen auf die Wirklichkeit des liebend anwesenden Gottes, ein Stoßseufzer Gott entgegen. Bruder Lorenz kommt es darauf an, sich mitten in aller Beschäftigung des Tages Gott zu vergegenwärtigen, darauf aufmerksam zu sein, daß Gott da ist und daß er ein „Du“ ist, das uns entgegen-wartet. Auf diese Weise gelangt der Mensch zum Bewußtsein des beständigen Vereintseins mit Gott.
Halleluja - Jesus lebt
"Brannte uns nicht das Herz in der Brust,
als er unterwegs mit uns redete
und uns den Sinn der Schrift erschloss?"
Lk 24,32
Passion
Kreuz im Schwesternchor
"Wie Jesus in seiner Todesverlassenheit sich in die Hände des unsichtbaren und unbegreiflichen Gottes übergab, so wird die Seele sich hineinbegeben in das mitternächtliche Dunkel des Glaubens, der der einzige Weg zu dem unbegreiflichen Gott ist."
Edith Stein
Fastenzeit
Jede Anregung, die den Menschen zur Einkehr bei sich selbst bewegt und auf den Weg zu Gott bringt, ist als eine Wirkung der Gnade anzusehen, auch wenn dabei natürliche Ereignisse und Beweggründe als Werkzeuge benutzt werden. (ESW VI ;43)
Edith Stein

